3. Paramita: Geduld
Fehler und Qualitäten
Wenn wir dana und sila
üben, nicht aber ksanti, so entsteht Zorn, auf diese Art vernichtet
man seine Verdienste (keine Freude, kein Friede, kein Glück); dies
wiederum führt zu Fehlen von Stabilität und Schlaf, dadurch kommt
es zum Verlust von Freunden (und zwar trotz der Großzügigkeit).
„Es gibt kein Übel,
das so negativ ist wie der Zorn. Es gibt keine Fähigkeit, die so schwer
zu erlangen ist wie Geduld.“ Hat man aber bereits Geduld, dann ist der
Weg zur Erleuchtung frei.
Intrinsische Natur
= Fähigkeit, die
sich nicht aus dem Gleichgewicht bringen lässt
Gliederung
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Auf dem relativen Niveau
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Geduld des Gleichmutes gegenüber
dem Schaden, der einem zugefügt wird
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Geduld, die Leiden erträgt
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Auf dem absoluten Niveau:
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Geduld des Wunsches, gegenüber
allen Phänomenen eine gute Einstellung zu entwickeln --> Reflexion
über die Existenz --> Nichtexistenz des Phänomens
Definierende Charakteristika
der einzelnen Arten der Geduld
Geduld ist die Fähigkeit,
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nicht zu streiten
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sich nicht zu rächen
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nicht auf seinen Ansichten
zu bestehen
Shantideva sagt
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wer dir schadet ist dafür
nicht verantwortlich
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aus eigenen Handlungen entstehen
Nachteile für andere (karma)
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der Körper bringt unweigerlich
Nachteile
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vom verschleierten Geist
gehen Nachteile aus
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es ist normal, dass andere
Fehler haben
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selbst Schädigungen
können nützlich sein
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daher sind Peiniger unsere
Lehrmeister (nur durch sie kann Geduld geübt und somit Erleuchtung
erreicht werden)
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durch Üben von Geduld
entstehen außerordentliche Qualitäten, solche Übungen sind
z. B.
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metta gegenüber dem
Peiniger
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die Vorstellung, dass man
nur nach dem Dharma strebt
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Vorstellung von Vergänglichkeit
(Sterben)
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Vorstellung über dukkha
der Wesen
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Vorstellung des Ergreifens
einer mettavollen Einstellung
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Man macht sich zunächst
deutlich, wie unheilvoll es wäre, sich für einen unbedeutenden
Schaden zu rächen
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Die Leiden der fühlenden
Wesen auf sich nehmen, das sind acht Leiden, nämlich
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dass man Kleidung und Nahrung
braucht
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dass man den drei Juwelen
Respekt entgegenbringen muss
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die damit verbunden sind,
den Dharma zu hören
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das davon kommt, dass man
Erläuterungen über den Dharma erhält
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die damit verbunden sind,
die Dharmaschriften auswendig zu lernen
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die damit verbunden sind,
dass man in der Nacht meditiert
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die damit verbunden sind,
dass man das alles zum Besten der leidenden Wesen macht
Ausweitung
Geduld wird vermehrt durch
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ursprüngliche Weisheit
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analytische Erkenntnis
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Widmung der Verdienste
Vervollkommnung
Durch Verwirklichung von
Leerheit und Mitgefühl
Wirkung
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Langfristig: Vollkommenheit
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Kurzfristig
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Schönheit
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Gesundheit
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Ruhm
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